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Fluorchemie in Deutschland


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Geschichte

In Memoriam Prof. Dr. Monika Willert-Porada:

Wie der Vorstand erfahren hat, ist Frau Professor Monika Willert-Porada, Ordinaria des Lehrstuhls für Werkstoffverarbeitung an der Universität Bayreuth, am 11. Dezember 2016 im Alter von 61 Jahren verstorben. Die Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe um Frau Willert-Porada lagen in den Bereichen von Gläsern und Keramiken sowie der Energiespeicherung und Photovoltaik. Sie arbeitete zudem am Recycling von fluorierten Polymeren im technischen Maßstab, wobei die Rückgewinnung von Calciumfluorid aus teilfluorierten Polymeren zu einer Verbesserung moderner Recyclingverfahren führen sollte. Unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie und allen Freunden der Verstorbenen.

Der Vorstand der AG Fluorchemie

Nachruf auf Frau Prof. Dr. Willert-Porada (externer Link)

Die Gruppe der Deutschen Fluorchemiker feierte 2008 ihr 25-jähriges Bestehen

Zu diesem Anlass wurde von Prof. A. Haas ein Buch über die "Geschichte der Deutschen Fluorchemie" herausgegeben. Es folgt ein Auszug aus den Seiten 163 bis 165 dieses Buchs:

Internationale Tagungen

Deutschland ist ein begehrter Standort zur Durchführung von Internationalen Symposien. Von den 18 bisher weltweit durchgeführten Internationalen Tagungen wurden vier in Deutschland organisiert, und zwar 1965 das 3. Internationale Fluorsymposium in München, 1985 das 11. in Ostberlin (DDR), 1991 das 13. in Bochum und 2006 fand das 18. Internationale Fluorsymposium in Bremen statt. Zusätzlich wurden das 2. Europäische Fluorsymposium 1968 in Göttingen und das 6. 1977 in Dortmund organisiert.

Die "Gruppe der Deutschen Fluorchemiker" und die Arbeitstagung "Deutscher Fluortag"

Während des 10. Internationalen Fluorsymposiums 1982 in Vancouver (Kanada) entfachte zwischen den deutschen Fluorchemikern der Kriegs- und Nachkriegsgeneration eine Diskussion darüber, ob die durch das lokale Organisationskomitee eingeladenen deutschen Vertreter berechtigt sind an der Sitzung des Steering Committees teilzunehmen. Diese Unstimmigkeit wurde durch die Einladung eines zusätzlichen Teilnehmers einvernehmlich behoben. Dennoch blieb das Problem der Nominierung der deutschen Teilnehmer für das Steering Committee bestehen. Während der "Winter Fluorine Conference" 1983 in Florida (USA) wurde diese Frage von den Herren Siegemund, Schmutzler, Klauke und Haas erörtert, und es wurde vereinbart, künftig die Vertreter demokratisch von und aus dem Kreis der deutschen Fluorchemiker zu wählen

Wahlberechtigt sollten alle deutschen Chemiker aus Industrie und Hochschule sein, die sich langjährig mit der Fluorchemie beschäftigt haben. Die erste Wahl wurde von Dr. G. Siegemund 1983 organisiert und von den damals angesprochenen 96 deutschen Fluorchemikern wurden per Briefwahl Dr. Siegemund und Prof. Haas als 1. und 2. Repräsentanten sowie Dr. Klauke und Prof. Roesky als deren Stellvertreter für drei Jahre gewählt. In einem dreijährigen Rhythmus wurde die Wahl wiederholt. Dieses Ereignis im Mai 1983 kann als die Geburtsstunde der "Gruppe der deutschen Fluorchemiker" angesehen werden. Bis heute ist dieser lockere Zusammenschluss der deutschen Fluorchemiker informell geblieben und gehört keiner Dachorganisation wie z. B. der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) an.

Schon ein Jahr später 1984 wurde von Dr. Siegemund der erste zweitägige Deutsche Fluortag im Albertus-Magnus-Kolleg in Königstein/Taunus organisiert. Die im 2-jährigen Turnus stattfindende Arbeitstagung wurde ab 1990 in die Familienferienstätte Dorfweil in Schmitten (Taunus) verlegt; ihr besonderer Charakter ist aber erhalten geblieben. Bei diesen sehr preisgünstigen Veranstaltungen stellen die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Arbeitsgruppen ihre wissenschaftlichen Ergebnissen zur Diskussion. Nur Doktoranden, Postdoktoranden und Industriechemiker halten Vorträge; in der Regel ein Vortag pro Arbeitskreis bzw. Firma. Die Hochschullehrer sorgen für Diskussionen und Informationstransfer.

Wegen des hohen Organisationsaufwandes wurde der dreijährige Wahlrhythmus 1997 aufgegeben. Die Funktionen der Stellvertreter wurde in Kassen- und Schriftwart umbenannt. Sie nahmen in der Führungsriege die Positionen 3 und 4 ein. Zusätzlich wurde beschlossen die Amtszeit des ersten Sprechers auf zwei Jahre zu begrenzen. Gleichzeitig wurde das Rotationsprinzip eingeführt, d.h. alle zwei Jahre wurde ein neuer Schriftwart gewählt, und die anderen Repräsentanten der Führungsriege stiegen in der Hierarchie auf.

Jahre 1. Sprecher 2. Sprecher Kassenwart Schriftwart
2017-2018 B. Hoge M. Finze S. Hasenstab-Riedel M. Rack
2015-2016 P. Kirsch B. Hoge M. Finze S. Hasenstab-Riedel
2013-2014 I. Krossing P. Kirsch B. Hoge M. Finze
2011-2012 Th. Braun I. Krossing P. Kirsch B. Hoge
2009-2010 G. Haufe Th. Braun I. Krossing P. Kirsch
2007-2008 J. Eicher G. Haufe Th. Braun I. Krossing
2005-2006 H. Willner J. Eicher G. Haufe Th. Braun
2003-2004 D. Naumann H. Willner J. Eicher G. Haufe
2001-2002 G.-V. Röschenthaler D. Naumann H. Willner M. Rieland / J. Eicher
1999-2000 A. Haas G.-V. Röschenthaler D. Naumann H. Willner
1997-1998 G. Siegemund † A. Haas G.-V. Röschenthaler D. Naumann
Ehrenvorsitzende: 2000: G. Siegemund, 2004: A. Haas  

Die Sprecher Siegemund († 01.05.2013) und Haas blieben bei geringen Veränderungen der Stellvertreter in den Ämtern bis 1996. In vorstehender Tabelle sind die gewählten Vertreter ab 1997 aufgeführt.

An dieser Stelle möchten wir Herrn Prof. Haas nochmals recht herzlich für die Arbeit und Mühe danken, die er in dieses Buch investiert hat. Sollten Interessenten noch kein Exemplar erhalten haben, bitten wir um Meldung.


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